Die größte Geschichte Badens. Ab sofort im Kino. In Überlänge.

Kinoplakat zum Dokumentarfilm „48/49 - Revolution in Baden.“

Das Volk stellte 1847 in Offenburg 13 Forderungen – preußische Standgerichte antworteten 1849 in Rastatt, Freiburg und Mannheim mit 27 Hinrichtungen. Dazwischen liegt die wohl größte Geschichte Badens.

Regie
Frank König
Produktion
visiris GmbH
Kamera
Jonas Hütte, Tobias Schmiederer
Sprecher
David Nathan
Ton und Musik
Daniel Gerhard
Laufzeit (Minuten)
151 Minuten
FSK
12
Kinostart
16. Oktober 2026
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Sieben Jahre lang drehte und wendete die Ortenauer Filmproduktion visiris jeden Stein im ehemaligen Großherzogtum Baden, um die Geschichte so gebührend wie möglich nachzuzeichnen.

Filmemacher Frank König: „Auf den Spuren der badischen Vergangenheit interviewten wir renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Politikerinnen und Politiker. Darunter hatten wir die Ehre, exklusiv mit Wolfgang Schäuble eines seiner letzten Interviews über den Wert der Demokratie zu führen."

Die Interviewten entwerfen gemeinsam einen klaren, fast spürbaren Eindruck der badischen Revolutionsgeschichte von 1848/49. Zur selben Zeit lenken sie unser Augenmerk aber auf all die Nebenschauplätze der Revolution, die Schicksale der Revolutionsführer, der Soldaten und der einfachen Menschen. Sie erzählen die Geschichte von Friedrich Hecker, Gustav und Amalie Struve, Großherzog Leopold, Georg und Emma Herwegh, Otto von Corvin, Amand Goegg, Lorenz Brentano und vielen anderen mehr.

Gedreht wurde seit 2019 an Originalschauplätzen in ganz Baden: dem Offenburger Salmen, dem Karlsruher Schloss, den Rastatter Kasematten, bei Freiburg, Heidelberg, dem Odenwald, dem Geburtshaus von Friedrich Hecker und vielen weiteren geschichtsträchtigen Orten auf der Straße der Demokratie.

Spielfilmische Einschübe durchweben den Film und konfrontieren seine Zuschauerinnen und Zuschauer mit den Schicksalen der Menschen von damals; mit ihren Hoffnungen, ihren Ängsten und dem Preis, den sie für die Freiheit bezahlten. David Nathan, der deutsche Sprecher Johnny Depps, liest Georg Herweghs Gedicht „Aufruf" und begleitet den atmosphärischen Dokumentarfilm somit stimmlich.

2026 fragen wir nach dem Wert der Freiheit – dieser Film findet die Antwort 1848/49, mit einer Geschichte, die wir einst vergessen sollten.

Szenenbilder aus dem Film

  • Die Offenburger Heckergruppe feuert hinter der Barrikade eine Salve ab, schwarz-rot-goldene und rote Fahnen wehen im Pulverdampf
    Freischärler feuern eine Salve
  • Ein Revolutionär wird standesamtlich mit Erschießung von preußischen Soldaten bestraft
    Vor dem Erschießungskommando
  • Schwarze Heckerhüte mit Federn und rot-gelben Kokarden, daneben eine rote Fahne
    Heckerhüte mit badischer Kokarde
  • Historischer Stich „Struve's Gefangennahme“ unter einer Lupe: Soldaten führen Gustav Struve und eine Frau ab
    „Struve's Gefangennahme“, historischer Stich
  • Kanonier der Bürgergarde Gengenbach feuert eine Feldkanone ab
    Eine Feldkanone feuert
  • Vom alten Acherner Rathaus wird die wohl größte badische Flagge der Welt herabgelassen
    Die badische Fahne am Rathaus Achern
  • Das Interview mit Dr. Wolfgang Schäuble im Offenburger Hotel Liberty
    Im Interview
  • Eine Hebamme betet für die Kinder
    Im Dunkeln
  • Frau im weißen Nachthemd steht mit einer Pistole in der Hand in einer dunklen Bauernstube neben einer Wiege, Mondlicht im Fenster
    Nachts, mit der Pistole in der Hand
  • Eine blutige Hand hält eine Münze mit dem Konterfei Großherzogs Leopold
    Eine Münze mit dem Bild Großherzog Leopolds
  • Preußische Soldaten mit Pickelhauben und Gewehren nähern sich einem Dorf
    Preußische Truppen rücken an
  • Die Offenburger Leiterin für den Fachbereich Kultur Carmen Lötsch wird im Salmen interviewed
    Im Interview
  • Ein junger Mann erhält von einer Hebamme die Nachricht von der Geburt seines ersten Kindes
    Nachts in der Bauernstube
  • Das Gefecht bei Kandern unter der Lupe
    Freischärler im Gefecht, kolorierter Druck
  • Revolutionäre schmieden Pläne über der riesigen Baden-Karte
    Lagebesprechung über der Landkarte
  • Preußischer Soldat gibt einem wehrlosen Zivilisten den Todesstoß
    Handgemenge auf der Wiese
  • Belebte Fußgängerzone in Karlsruhe mit Blick auf den Turm des Karlsruher Schlosses
    Karlsruhe heute, Blick zum Schloss
  • Altes Kanonenrohr aus Bronze vor der Fassade des Residenzschlosses Rastatt unter grauem Himmel
    Kanone vor dem Residenzschloss Rastatt
  • Ein Maler zieht setzt einen Punkt auf einem dunklen Gedenkstein für die in Rastatt Erschossenen nach
    Die Inschrift des Gedenksteins wird nachgezogen
  • Luftaufnahme eines Dampfzugs mit historischen Personenwagen, der durch herbstliche Obstwiesen in Baden fährt
    Ein Dampfzug durch herbstliche Obstwiesen
  • Dr. Elisabeth Thalhofer, Leiterin der Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte wird interviewed
    Im Interview
  • Faust rammt ein Messer in eine alte Landkarte, daneben eine Steinschlosspistole, ein Apfel und ein Zinnbecher vor flackerndem Kaminfeuer
    Ein Messer in der Landkarte
  • Geschichts-Darsteller Peter Bucher von der Bürgerwehr Riedlingen spielt General Hoffmann
    In historischer Uniform
  • Amalie Struve versammelt eine Revolutions-Armee hinter sich
    Eine Frau der Revolution
  • Die Revolutionäre vereinen sich im Dunkeln
    Im Kerzenlicht
  • Das Interview mit Dr. Clemens Rehm in der Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte in Rastatt
    Im Interview
  • General Gagern bezahlte seine Teilnahme an der Schlacht auf der Scheideck bei Kandern mit dem Leben
    Über der Karte bei Kandern
  • Mit dem Rücken zur Wand laden die Revolutionäre nach und schießen scharf
    Gewehre im Anschlag
  • Darsteller eines preußischen Soldaten mit Pickelhaube und rotem Kragen im Profil
    Ein preußischer Soldat
  • Nahaufnahme der Messingspitze einer Pickelhaube neben einem Gewehrlauf
    Die Spitze einer Pickelhaube
  • In der alten Aula der Heidelberger Universität interviewten wir Dr. Frank Engehausen
    Im Interview
  • Die Offenburger Narrenmutter Veef spielt in unserem Film eine Schachspielerin
    Nahaufnahme
  • Kurz bevor er die größte badische Flagge der Welt vom alten Acherner Rathaus herablässt
    Vorbereitung auf dem Dach des Rathauses Achern
  • Historische kolorierte Stadtansicht von Karlsruhe mit Schlossgarten, Denkmal und Blick über die Dächer bis zu den Hügeln
    Karlsruhe, historische Stadtansicht
  • Der Beauftragte gegen Antisemitismus des Landes Baden-Württemberg Dr. Michael Blume im Interview in Rastatt
    Im Interview

© visiris GmbH

Holzstich: Soldaten und Bürger beim Ausbruch des Aufstands in Rastatt im Mai 1849
Ausbruch des Aufstands in Rastatt, Mai 1849. Zeitgenössischer Holzstich, gemeinfrei.

Auf einen Blick

Die Badische Revolution 1848/49 in Kürze

Im September 1847 stellte das Volk im Offenburger Gasthaus „Salmen“ 13 Forderungen: Pressefreiheit, Schwurgerichte, eine gerechte Besteuerung und eine Volksvertretung. Was als Protest begann, wurde zur Revolution in Baden. Friedrich Hecker zog im April 1848 mit Freischärlern von Konstanz los, Gustav Struve rief im September in Lörrach die Republik aus, und im Mai 1849 lief das badische Militär zum Volk über. Großherzog Leopold floh, eine provisorische Regierung übernahm das Land. Erst preußische Truppen beendeten die Badische Revolution: Am 23. Juli 1849 kapitulierte die Festung Rastatt.

Wie es dazu kam und wer die Menschen hinter der Revolution waren, lesen Sie in unserer Chronik: Badische Revolution 1848/49: alle Ereignisse im Überblick. Die Steckbriefe finden Sie unter Personen der Badischen Revolution.

Diese Geschichte erzählt unser Kinofilm auf der großen Leinwand. Der Dokumentarfilm wurde an den Originalschauplätzen in ganz Baden gedreht und läuft in Überlänge (151 Minuten). Kinostart ist der 16. Oktober 2026.